Inhalt:
.Ergebnisse der Pressekonferenz am 1.4.2009 im BAZ - Berufsausbildungszentrum für Facharbeiterintensivausbildung des bfi Wien
"Aktion Zukunft Jugend!
Initiativen für mehr Beschäftigung in Österreich und Arbeitsmarktdaten für März"
Mit Sozialminister Rudolf Hundstorfer und AMS-Vorstand Johannes Kopf.
„Dass die Pressekonferenz an diesem ungewöhnlichen Ort stattfindet, hat seinen Grund: Aus- und Weiterbildung hat gerade jetzt einen hohen Stellenwert und soll den negativen Arbeitsmarktprognosen entgegenwirken,“ leitete Rudolf Hundstorfer ein. Und die positiven Nachrichten für den Frühling zuerst: über 30.000 haben eine Beschäftigung gefunden. Die boomenden Branchen in der Krise liegen in den Gesundheits-, Sozial- und Bildungsbereichen! Aber auch in Unternehmensberatung, Finanzdienstleistung, Einzelhandel (ohne KFZ), Hotellerie/Gastronomie, Pharmaindustrie, IT, Rechts-/Steuerberatung sowie Forschung & Entwicklung.
„Die Steigerung der Arbeitslosigkeit im März um 28,8 % (im Vergleich zum Vorjahr), d.h. 60.671 mehr Arbeitslosesind natürlich zu viel, unsere besondere Sorge gilt den Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren,“ so Hundstorfer. Hier stieg die Arbeitslosigkeit um 39,3 %. Johannes Kopf, Geschäftsführer des AMS ergänzt dazu, dass das vor allem auf Kürzungen am Bau und bei den Arbeitskräfteüberlassern zurückzuführen sei. „Aber mit dem BAZ kann man zeigen, wie sich die Effekte von Ausbildung auswirken: nach 3 Monaten werden durchschnittlich 80% vermittelt,“ erklärt Kopf.
Mit der Aktion Zukunft Jugend
„garantiert die Bundesregierung allen jugendlichen Arbeitslosen, innerhalb von 6 Monaten ein Angebot für einen Arbeitsplatz oder eine zielgerichtete Schulung oder eine geförderte Beschäftigung“! 120 Mio. Euro werden dafür bereitgestellt. Diese Maßnahme läuft neben der Lehrstellenförderung (Ausbildungsgarantie, Aufstockung überbetrieblicherAusbildungsplätze).
Gleichzeitig werden neue Jobs in Zukunftsberufen für junge Menschen im öffentlichen Dienst angeboten: in Kindergärten, im Pflegebereich und bei der Polizei.
Die Frage, warum es trotz angebotener Lehrstellen noch Lehrstellensuchende gibt beantwortet Kopf mit konkreten Daten zu den arbeitsuchenden Jugendlichen: „23 % haben eine Maßnahme abgebrochen und benötigen besondere Unterstützung und Orientierung.
27 % stellen sich derzeit bei Lehrstellen vor. Bei 15 %, die erst kurzfristig suchend sind, müssen die Berufs- und Ausbildungswünsche noch abgeklärt werden. 26 % starten demnächst eine AMS-Ausbildungsmaßnahme und 3% wurde eine angeboten. Nur 6% haben eine Einstellzusage.“
Das Berufsausbildungszentrum BAZ des bfi Wien
führt im Auftrag des AMS Wien Intensivausbildungen für Facharbeiter/innen nach dem Berufsausbildungsgesetz durch. Die Intensivausbildungen für Bau-, Holz-, Metall-, Elektro- und EDV-Berufe bieten die realistische Chance, im zweiten Bildungsweg eine Lehrabschlussprüfung abzulegen. Die Ausbildungsdauer in einem modularisierten Lehrgang liegt zwischen 13 bis 17 Monaten und hängt von Vorkenntnissen, Lernerfolgen und berufsspezifischen Notwendigkeiten ab. Speziell für die Zielgruppe der 17 bis 21 Jährigen gibt es ab April 2009 im Rahmen der Aktion Zukunft Jugend ein neues Modell der Facharbeiterintensivausbildung, das 24 Monate dauern soll. Es ist den besonderen Bedürfnissen dieser Altersgruppe angepasst. Zielgruppen sind Hilfsarbeiter/innen, Schul- und Lehrabbrecher/innen – auch ohne facheinschlägige Erfahrungen. In der Orientierungsphase wird sich die Fachrichtung herausstellen.
Weitere Informationen finden Sie hier
Rückfragehinweis:
Mag. Gabriele Masuch
bfi Wien, Alfred-Dallinger-Platz 1, 1034 Wien
E-Mail: g.masuch@bfi-wien.or.at
Tel.: +43 1 811 78-10385



