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Karriere nach der HAK-Matura / Schulen des bfi Wien

Aktuelles Wirtschaftswissen und  interkulturelle Kompetenzen bereiten auf Laufbahnen in allen Branchen vor

Neben Allgemeinbildung, wirtschaftlichem Fachwissen und Sprachkenntnissen geht es bei den kaufmännischen Schulen des bfi Wien gezielt um soziale Kompetenzen (Selbstständigkeit, Team-, Kommunikations-, Präsentationsfähigkeit, etc.) und speziell um die Zusatzqualifikation interkulturelle Kompetenz (inkl. Zertifikat). Das ist kein mittlerweile oft verwendetes Schlagwort, sondern wird verteilt auf die gesamte Schulzeit durch Teilnahme an Veranstaltungen, Praktika, etc. erarbeitet und durch Projekte nachgewiesen. Dafür gibt es die Freigegenstände Fremdsprache und interkulturelles Management. Verpflichtend ist die Mitarbeit an einem Projekt mit den Partnerschulen (z.B. in Bratislawa, Brno, etc.), der Besuch von mindestens 2 Veranstaltungen zum Thema Interkulturalität, ein workshop für eine Ostsprache und ein Praktikum in einer NGO oder NPO. Schüler/innen, die sich an diesem Programm beteiligen, werden im Rahmen des workplacements für ein Auslandspraktikum bevorzugt.

2010 wurden die kaufm. Schulen als UNESCO-School ausgezeichnet. Mag. Walter Grafinger, Landesschulinspektor, betonte, dass keine der österreichischen UNESCO Schulen (67 von über 8500 weltweit) die Merkmale einer UNESCO Schule schon im Haus selbst hat wie die bfi Wien Schulen! Der hohe Anteil der Schüler/innen mit Migrationshintergrund aus 24 Nationen hat es seit Jahren notwendig gemacht, lösungsorientiert mit Interkulturalität, Migration, Konflikten und Solidarität zu arbeiten bzw. fächerübergreifend Projekte in den Unterricht zu integrieren. Dass sich das auch positiv auf die berufliche Laufbahn auswirkt, zeigen die Karrieren der Absolvent/innen.

Laut Statistischem Jahrbuch für Migration&Integration

sind mehr Menschen mit Migrationshintergrund in den höchsten aber auch niedrigsten Bildungsschichten (17,4% Hochschulabschluss, 31,3 % Pflichtschule) zu finden als Österreicher/innen ohne Migrationshintergrund (13,7% Hochschule, 13,3% Pflichtschule). Höher qualifizierte Zuwanderer/innen sind weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als geringer qualifizierte. Und: die pessimistische Einschätzung des „Integrationsklimas“ der Bevölkerung wird nicht von den Migrant/innen geteilt, 86 % fühlt sich eher bis völlig „heimisch“. Das gilt auch für Zarko Kukrkic und Neda Khalifeh, Absolvent/innen der HAK des bfi Wien.

Zwei Erfolgsgeschichten

Dr. Neda Khalifeh, geboren im Iran (Teheran), lebt seit 1985 in Wien und arbeitet als Fachärztin der Inneren Medizin an der MedUni. „Ich habe mich damals für die bfi Wien Schule entschieden, weil meine Schwester sehr begeistert von der Schule war und ich mir beruflich mehrere Optionen offen halten wollte. Mit 15 Jahren wusste ich noch nicht, ob ich Medizin studieren werde. Ich habe die Schule sehr angenehm empfunden und den Vorteil der Internationalität genossen. Mir hat dann im Medizinstudium das Lernen lernen (z.B. BWL) sehr geholfen, das systematische Lernen habe sicher ich in der HAK gelernt - ein großer Vorteil gegenüber meinen Kolleg/innen mit einer AHS-Matura, obwohl sie viel mehr naturwissenschaftliche Fächer in der Schule hatten. Und ich habe vor, weiterzulernen: Die nächsten zwei Jahre werde ich mein Additivfach Nephrologie und Dialyse angehen. Daneben starte ich ab September 2010 das Masterstudium ULG Gendermedicine, da ich sehr an einer Gleichberechtigung auch in der Medizin (in dem Fall die Unterschiede zwischen Mann und Frau) und an der individuellen Betreuung der Patient/innen interessiert bin,“ so Khalifeh


Zarko Kukrkic, MA, prüft Als Financial Analyst bei Investkredit Projekte für Windkraft und Solarenergie, hinterfragt die Analyse der Kundenbetreuer/innen als Entscheidungsgrundlage für den Investkredit-Vorstand. Seine Mutter kam 1969 mit 14 Jahren nach Österreich, lernte Schneiderin und seinen Vater (Bauspengler) in Wien kennen. Nach der Unterstufe in einer AHS wechselte Zarko Kukrkic in die HAK des bfi Wien – nachdem er sich mehrere kaufmännische Schulen angeschaut hatte. Er entschied sich für das bfi Wien, „weil die technische Einrichtung und das Schulprogramm besser wirkten. Kommunikation, interkulturelle Kompetenz und verschiedene Vertiefungsschwerpunkte wie Marketing, Controlling und Wirtschaftsinformatik klangen vielversprechend. Und es hat sich gelohnt: neben dem umfangreichen fachlichen Wissen haben es die Lehrer/innen, vor allem Karl Pleyl, geschafft, das Programm durch mehrmalige Auslandreisen zu erweitern, wie z.B. zu Partnerschulen und Betrieben in Osteuropa, durch die Sprachreise nach Frankreich oder im Rahmen des Literaturunterrichts nach Prag.  Die interkulturelle Zusammenarbeit in der Klasse wurde z.B. durch Kommunikationstraining, Diskussion aktueller politischer Themen und kreatives Problemlösen unterstützt. Ich habe die Gruppe als Vorteil erlebt: man lernt andere Kulturen kennen, erweitert den Horizont, baut Vorurteile ab und Toleranz auf – und das ist wichtig  für das Berufs- und Privatleben. Der Umgang mit internationalen Partnern will gelernt sein,“ erklärt  Kukrkic (Matura 2001).
Nach dem Präsensdienst studierte er 2 Semester BWL an der WU und wechselte dann vom „Massenstudium“ zur Spezialisierung Bank- und Finanzwirtschaft an die Fachhochschule des bfi Wien. Das 6-monatige Praktikum bei Investkredit im Rahmen des Bachelors öffnete ihm die Tür, sich dann dort während des berufsbegleitenden Masterstudiums (Abschluss 2008) weiterzuentwickeln.

Die kaufmännischen Schulen des bfi Wien nehmen noch Schüler/innen auf!
Sekretariat ab 23.8.2010 erreichbar: 01/5879650, office@bfischulen.at , 1050 Wien, Margaretenstr. 65, www.schulenbfi.at

Rückfrageninweis: Mag. Gabriele Masuch, bfi Wien, 1034, Alfred-Dallinger-Platz 1, 01/81178/10385, g.masuch@bfi-wien.or.at , www.bfi-wien.at