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.bfi Wien: Mobilität und Entrepreneurship für HAK-Schüler/innen durch COMENIUS
Das zukunftsorientierte Schulkonzept mit umfassender Kompetenz-Förderung
Die kaufmännischen Schulen des bfi Wien bieten ihren Schüler/innen schon seit vielen Jahren mehr als den üblichen HAS- oder HAK-Unterricht. Kooperationen mit Unternehmen und Schulen gehen über unsere Landesgrenzen hinaus, wie z.B. auch die neuesten Projekte mit Comenius. Dieses EU-Programm fördert Kooperationen und neue Wege der europäischen Zusammenarbeit in Schulen und Kindergärten. Auslandsaufenthalte unterstützen Schüler/innen und Lehrpersonal - mit dem Ziel ihre Kompetenzen, die sie für die persönliche und berufliche Entwicklung benötigen, zu erweitern. Angestrebt werden Erhöhung der Mobilität, des Verständnisses für Vielfalt und Wert europäischer Kulturen und Sprachen, Unterstützung von Schulpartnerschaften, Verbesserung der Qualität der Lehrer/innenbildung etc.
Förderung der Mobilität, persönlichen Entwicklung und interkulturellen Kompetenzen
Kate, 20 Jahre, war die erste Schülerin der HAK des bfi Wien, die 2010 im Rahmen der „individuellen Schüler/innenmobilität“ des Comenius-Programms an eine Schule ins Ausland ging. Sie tauschte drei Monate die Schule mit dem 18-jährigen Morten, der ein Wirtschaftsgymnasium im Norden von Dänemark besucht. Beide haben sich mit großer Neugier auf die andere Kultur und Schule eingelassen, ihre sprachlichen Vorkenntnisse haben den Einstieg erleichtert - und es gab natürlich auch einige Überraschungen. So hatte Kate nicht mit der auffallend modern gestalteten Schule mit mehreren Schulzweigen in der Kleinstadt und den ausgezeichneten Englisch-Kenntnissen der Mitschüler/innen gerechnet. Morten war überrascht, dass in der HAK des bfi Wien nicht ständig am PC gearbeitet wird. Das sieht er aber auch als Vorteil: mehr Kommunikation untereinander und Bezug zu Lehrer/innen, Teamarbeit, bessere Konzentration. Besonders gefallen hat ihm die kulturelle „Durchmischung“ (90 % Migrant/innen aus 24 Nationen), was er von seiner Heimat Jütland nicht kennt. Zum Schulsystem merkte er an, dass es in seiner Schule „lockerer zugeht“ und die Lernatmosphäre „partnerschaftlicher“ ist (z.B. duzen sich Schüler/innen und Lehrer/innen). In Wien konnte er seine Sprachkompetenzen erweitern - und sein Kulturverständnis.
Kate spricht schon mehrere Sprachen, neben Deutsch und Englisch auch Philippinisch (von der Mutter), Italienisch und Japanisch, mit Dänisch hat sie begonnen. Und sie konnte in der „fremden“ Umgebung ihre Kommunikationskompetenzen und Selbstständigkeit weiterentwickeln. Kate plant nach der Matura in Richtung Unternehmensführung weiter zu lernen (z.B. an der Fachhochschule des bfi Wien).
Der Mehrwert durch Comenius
Mag. Doris Wieshaider ist Initiatorin und Mentorin für die Comenius-Projekte an der HAK des bfi Wien und unterrichtet an der HAK Wirtschaft. Sie fasst den angestrebten Mehrwert von Comenius zusammen:
„ Erstens müssen die Schüler/innen in einer anderen Schulkultur „Lernen lernen“, die andere Fachdidaktik, Unterrichtsmethoden bereichern sicher das Lernverhalten. Zusätzlich wird der Spracherwerb gefördert und intensiviert. Und drittens geht es darum, die Schüler/innen zu selbstständigen Menschen zu erziehen, die sich persönlich und beruflich behaupten können, was dem Leitbild der Wiener Handelsakademie entspricht. Last but not least geht es natürlich beim Comenius-Projekt auch um Wissenserwerb im Ausland und interkulturelles Lernen.“ Zusammengefasst werden die Erfahrungen der Schüler/innen im persönlichen Kulturportfolio des Europasses. An den Anträgen für den nächsten Comenius-Austausch 2011 wird derzeit gearbeitet
Förderung der unternehmerischen Kompetenzen bzw. Entrepreneurship
Im Rahmen der Multilateralen Netzwerke von Comenius bzw. der Schulpartnerschaften in Europa zu ausgewählten Themenbereichen hat Wieshaider es auch hier geschafft, dass die kaufmännischen Schulen des bfi Wien an einem 2-jährigen Projekt EEDU Entrepreneurship Education in Europe initiativ beteiligt sind. In vier Projekttreffen mit zwei Partnerschulen aus Deutschland und Dänemark sollen „unternehmerische Kompetenzen“ wie z.B. Handlungs- und Strategiekompetenzen, berufliche Selbstständigkeit, Fremdsprachen und Interkulturelle Kompetenzen vermittelt und entwickelt werden. Der erste Workshop fand im Oktober 2010 in Wien statt: „Teachers and students met each other for one aim: train their creative skills to put their ideas into entrepreneurial reality. Die Europäische Union definiert unternehmerische Kompetenz als eine der acht Schlüsselkompetenzen für lebenslanges Lernen, die Bürger/innen in Europa benötigen, um ein erfolgreiches und erfülltes Leben zu führen. Vor diesem Hintergrund sollen die Schüler/innen die erworbenen Fähigkeiten bei der Erstellung und Präsentation von Businessplänen für international vermarktbare Geschäftsideen umsetzen (bis 2012),“ erklärt Wieshaider. www.schulenbfi.at
Projekte des bfi Wien in Kooperation mit der Europäischen Union
Seit dem EU-Beitritt Österreichs 1995 beteiligt sich das bfi Wien an internationalen Projekten. Mit Partnern aus ganz Europa werden innovative Themen der Aus- und Weiterbildung initiiert und Konzepte entwickelt, die entsprechend dem Lebenslangen Lernen am bfi Wien und bei den unterschiedlichen Partnern im In- und Ausland (Schulen, Bildungseinrichtungen, Unternehmen etc,) umgesetzt werden. Die derzeit laufenden Projekte werden von den folgenden EU-Programmen gefördert: Europäischer Sozialfonds / esf/bm:ukk, Leonardo Da Vinci (berufliche Aus- und Weiterbildung), Socrates (allgemeine Bildung bzw. Umsetzung der europäischen Bildungspolitik) und EC DG Employment/ Social Affairs/Equal Opportunities.
Rückfragehinweis: Mag. Gabriele Masuch, bfi Wien, 1034, Alfred-Dallinger-Platz 1,
g.masuch@bfi-wien.or.at , www.bfi-wien.at

