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Schulen des bfi Wien als Vorbild der UNESCO Schulen


Den Antrag der bfi Wien Schulen, ins UNESCO-Schulnetzwerk aufgenommen zu werden, hat die UNESCO-Kommission in Paris befürwortet - im Rahmen der von Schüler/innen der HAK als Projektarbeit im Abschlussjahr organisierten Veranstaltung wurde die Urkunde feierlich übergeben.

Jasmin Isak /HAK-Maturantin moderierte professionell und voller Stolz die Veranstaltung – nachdem sie und ihre Mitschüler/innen 2 Jahre an Projekten für die Anerkennung als UNESCO Schule gearbeitet haben.

Drei Projekte wurden präsentiert: „Born to be UNESCO School“ (die kaufmännischen Schulen arbeiten schon seit Jahren integrativ, interkulturell, etc.),  „Bolivien“ (Projekt gegen Kinderarbeit und für Bildung) und „Schulpartnerschaften“ (Schüler/innenaustausch mit Bratislava und Odessa).

Die Podiumsdiskussion „Warum UNESCO Schule?“ leitete Jasmin Isak mit der Frage ein, was es den Schüler/innen bringt, eine UNESCO Schule zu besuchen.

Mag. Fred Burda, Schuldirektor, ist davon überzeugt, dass die „Einübung“ in das Gedankengut wie Solidarität, Kultur des Friedens in einer pluralistischen Gesellschaft, Umweltbewusstsein oder Konfliktlösungsstrategien nicht nur persönlich viel bringt, sondern einen wesentlichen Beitrag im beruflichen und gesellschaftlichen Leben darstellt. „Von einer Schule zu kommen, die nicht nur umfassende kaufmännische Kompetenzen, Projektmanagement, etc. fördert, sondern auch international anerkannt ist, ist mit mehr Image und positiver Abhebung zu anderen Schulen verbunden.“  Als wichtig hebt Burda auch hervor, dass Kontinuität und Nachhaltigkeit „gepflegt“ werden – neue Projekte werden aufbauend auf den Erfahrungen entwickelt, der Wissenstransfer zwischen den Lehrer/innen gefördert und die Schulpartnerschaften ausgebaut.

Mag. Walter Grafinger, Landesschulinspektor, betonte, dass keine der österreichischen UNESCO Schulen (67 von über 8500 weltweit) die Merkmale einer UNESCO Schule schon im Haus selbst hat wie die kaufmännischen bfi Wien Schulen! Der hohe Anteil der Schüler/innen mit Migrationshintergrund (90 % aus 24 Nationen) hat es seit Jahren notwendig gemacht, lösungsorientiert mit Interkulturalität, Migration, Konflikten, Ungleichheit und Solidarität, umzugehen bzw. fächerübergreifend mit Projekten in den Unterricht zu integrieren. Er wünscht sich, dass die Schule ihre Qualitäten ins Netzwerk der UNESCO Schulen einbringt. Und:  „Es ist nicht selbstverständlich, dass Schüler/innen mit diesem Wissen die Schule verlassen und ihr Know-how in unserer Gesellschaft einbringen,“ so Grafinger.

Mag. Birgit Hausar hat als Lehrerin für Politische Bildung und Volkswirtschaftslehre einige  Projekte initiiert, z.B.  Auseinandersetzung mit Frieden und Verfechtern der Kultur des Friedens wie z.B. Gandhi. Durch das Gütesiegel UNESCO School sieht sie das jahrelange Engagement der Lehrer/innen bestätigt. „Die Evaluierung hat die Qualität des Unterrichts im Sinne der UNESCO gezeigt.“ Besonderer Dank gilt der UNESCO-Schulreferentin, Mag. Christine Arnberger,  die die bfi Wien Schulen auf dem Weg zur UNESCO-Schule intensiv betreut hat.

Mag. Friederike Koppensteiner, Vorsitzende der österreichischen UNESCO-Schulen, auf die Frage der Moderatorin, was sie sich von den kaufmännischen Schulen des bfi Wien wünscht: „Sie sollen die Erfahrungen mit Friedenserziehung und der Spezialisierung Unternehmensführung in das Netzwerk der UNESCO Schulen einbringen.“ Sie betonte, dass jede/r Einzelne in der Gemeinschaft, in unserer pluralistischen Gesellschaft einen wichtigen Beitrag leistet. Abschließend  ging Koppensteiner auf die Bedeutung von Zivilcourage ein, die in der Schule gefördert werden kann – und dafür sollte es eine „Mut-Urkunde“ geben.

Podium: F. Koppensteiner, W. Grafinger, F. Burda, B. Hausar (v.l.n.r.)

Ehrengäste

UNESCO-Präsentation

Verleihung der Urkunden

Rückfragehinweis:
Mag. Gabriele Masuch
bfi Wien, Alfred-Dallinger-Platz 1, 1034 Wien
Tel.: +43 1 811 78-10385
E-Mail: g.masuch@bfi-wien.or.at