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Burnout-Prävention und effektiver Personaleinsatz
bfi Wien
Ausbildung zur Burnout- und Stressprävention

Der wirtschaftliche Schaden durch Burnout soll sich laut Studien schon in Milliardenhöhe bewegen. Langsam geht die Entwicklung deshalb auch bei Menschen und Unternehmen dort hin, Burnout zu erkennen, zu behandeln und zu verhindern. Betroffen sind mittlerweile nicht nur Lehrer/innen, Pflegepersonal oder Ärzt/innen sondern „Perfektionisten“ in allen Berufen und Branchen oder Menschen, die nicht den ihren Fähigkeiten entsprechenden Arbeitsplatz haben. Auch hohe Leistungen ohne fehlende Anerkennung, „Einzelkampf“ anstatt produktive Teamarbeit und Konkurrenzdruck- vor allem jetzt in der wirtschaftlich angespannten Situation – kann zu negativem Stress bis zum „Ausbrennen“ führen.

„Erste Anzeichen eines Burnouts werden im Arbeitsumfeld oft übersehen. Viele Stunden im Büro zu sitzen, ständig erreichbar zu sein oder zu meinen, alles unter Kontrolle haben zu müssen, sind sozial erwünschte Verhalten im Unternehmenskontext. In vielen Unternehmenskulturen gilt ein Mitarbeiter, der eine ausgeglicheneWork-Life-Balance lebt, als verdächtig und nicht dem System zugehörig. Faktoren, die ein Burnout begünstigen, sind also zum einen in der Person selbst zu finden (Ehrgeiz, starker Leistungswille, geringes Selbstbewusstsein), aber auch durch das Umfeld begünstigt,“ erklärt Mag. Eva Spitzauer (Dipl. Psychologin) von der Unternehmensberatung Albrecht Business Coaching.

Prävention gegen wirtschaftlichen Schaden

Dass Krankenstände, psychische Probleme, Schlafstörungen oder psychosomatische Beschwerden gehäuft auftreten, bestätigt der Facharzt (Neurologie, Psychiatrie), Burnout-Spezialist und Psychotherapeut Dr. Günter Possnigg. Die Betroffenen fragen nach, ob das an den härter gewordenen Arbeitsbedingungen und dem allgemein gestiegen Stress liegt. „Es spielt zweifellos eine große Rolle und es wird uns jetzt erst bewusst. Daher ist es sinnvoll rechtzeitig daran zu arbeiten, dass Arbeit nicht krank macht. Das gilt für den Arbeitnehmer, aus eigenem Interesse, wie auch für den Arbeitgeber, denn das wichtigste Kapital eines Betriebes sind gesunde Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Glücklicherweise scheint es auch immer mehr Menschen zu geben, die auf die Bedürfnisseder eigenen Gesundheit, des Körpers bzw. der Seele zu achten gelernt haben. Neben dem Gewinn eines Unternehmens gibt es auch noch andere Werte und Ziele,“ so Possnigg.

Als Beitrag zur Qualitätssicherung im Bereich Burnout- und Stressprävention haben sich Mag. Angelika Kail (Psychosoziale Beraterin und Lehrgangsleiterin des Diplomlehrganges Burnout- und Stressprävention am bfi Wien) und Mag. Eva Spitzauer zur Gründung eines entsprechenden Vereins entschlossen. Der künftige Verein für Burnout- und Stressprävention erfährt fachliche Unterstützung durch Dr. Günter Possnigg und wird sich in erster Linie Themen der Aufklärung, Bewusstseinsbildung, Weiterbildung und Prävention widmen und Betroffenen, Berater/innen und Vertreter/innen von Unternehmen Anlaufstelle und Netzwerk bieten.

Ausbildung gegen Burnout

Als weiterer Schritt im Bereich Burnoutprävention vermittelt der bfi Wien Diplomlehrgang „Experte/in für Burnout- und Stressprävention“ Wissen und Methoden, um sowohl Klient/innen beraten zu können als auch im Unternehmen ein betriebliches Gesundheitsmanagement zu implementieren. Zielgruppen des berufsbegleitendenWochenendlehrgangs sind selbstständige Berater/innen, Personalmanager/innen, aber auch Lehrer/innen, die für sich selbst und für die Schule Verbesserungen im Umgang mit der Arbeit und den Rahmenbedingungen bewirken wollen.

Dauer: 27.11.2009 – 29.5.2010

Rückfragehinweis:
Mag. Gabriele Masuch
bfi Wien, 1034 Wien, Alfred-Dallinger-Platz 1
Tel.: +43 1 811 78-10385
E-Mail:
g.masuch@bfi-wien.or.at