Inhalt:
.Sozialkompetenzen und Managing Diversity
bfi Wien fördert persönliche Weiterentwicklung und Strategien für Unternehmen
Was hat Diversity Management mit Sozialkompetenzen zu tun? Strategien zur Förderung der Wahrnehmung, Anerkennung und Nutzung von Vielfalt (Diversität) in Unternehmen, Organisationen und Institutionen verlangen Reflexions- und Kommunikationskompetenz, interkulturelle Kommunikation und Teamfähigkeit. Vielfalt bereichert das Zusammenleben und -arbeiten. Die Unterschiedlichkeit des Alters, der Erfahrung, der sozialen und nationalen Herkunft, des Geschlechts, der physischen und psychischen Fähigkeiten oder auch der Religion bedeuten Potenzial für Kreativität, Innovation und Produktivität. Dieses Potenzial ist der Schlüssel zu erfolgreicher Weiterentwicklung, sei es beim Personalmanagement, in der Lehrlingsausbildung etc. Das aus den USA kommende Konzept Diversity Management wird auch in Österreichischen Organisationen immer mehr angenommen: durch die gestiegene geografische Mobilität, die Internationalisierung und Globalisierung sind die Unternehmen quasi auch gezwungen „integrativ“ zu agieren. In der Unternehmensstrategie Diversity Management wird die Vielfalt nicht als Problem, sondern als Ressource betrachtet.
Mit den Seminaren Managing Diversity
bietet das bfi Wien ein Instrument zum professionellen didaktischen Umgang mit der Vielfalt in Gruppen, Teams etc. an. Teile des Kurses wurden im Rahmen des Leonardo da Vinci Projekts "IMMI-Train - Supporting Efficient Recruitment of Immigrants" entwickelt. Die bfi Wien Lernplattform Moodle ermöglicht, über E-learning die Inhalte aufzuarbeiten und mit Kolleg/innen (Trainer/innen, Berater/innen, Personalmanager/innen, -entwickler/innen, Bildungsmanager/innen etc.) anregende Diskussionen zu führen und Informationen auszutauschen (Einführung 4.12.2010, 18.1.2011 und Selbstlerntool).
Kompetenz-Check – ‚Stärken-Bilanz’ zusätzlich zu Zertifikaten
Unabhängig von den zugeschriebenen Fachkompetenzen in Zeugnissen steckt in jedem/jeder viel mehr an Potenzialen und Fähigkeiten, als wir selbst oder die anderen annehmen. Vieles von dem, was wir können, die Stärken, Sozialkompetenzen, steht nicht in Zertifikaten. Gemeinsam mit einer/em Psychologen/in werden beim bfi Wien in einem mehrstufigen Verfahren die sozialen Kompetenzen erarbeitet, analysiert und im "Kompetenz-Check" schriftlich bestätigt (nächster Termin: 6.12.2010).
Lehrlingsausbilder/in – Berechtigungs-Zertifikat und Sozialkompetenz
Rund 40 % der österreichischen Jugendlichen beginnen nach der Pflichtschule ihre Berufsausbildung mit einer Lehre, aber auch Maturant/innen oder AHS-Abbrecher/innen wählen diese praxisorientierte duale Berufsausbildung. Wir begegnen ihnen täglich - als ausgebildete Profis in Verkauf, Gastronomie, Computerservice, Autoreparatur, Bankfiliale, Wohnungsrenovierung. Sie und ihre Fähigkeiten bestimmen mit, wie viel Freude und Ärger man täglich mit jenen Waren und Dienstleistungen hat, ohne die unser Leben gar nicht denkbar wäre. „Und bekommen Lehrlinge jene Aufmerksamkeit, jene Qualität der Ausbildung, die dieser großen Bedeutung entspricht?“ fragt Dr. Leo Kuhn, Psychologe, Trainer und seit 25 Jahren Leiter der pädagogisch-psychologischen Ausbildung für Lehrlingsausbilder/innen beim bfi Wien.
Mittlerweile hat sich Image und Qualität der Lehrlingsausbildung verbessert, weil es Lehrlingsbeauftragte in vielen Firmen, Förderungen für Unternehmen und Organisationen, um noch mehr jungen Österreichern/innen eine attraktive Lehrlingsausbildung zu ermöglichen (u.a. überbetriebliche Lehrausbildung beim bfi Wien), und last but not least eine wenn auch kurze, verpflichtende, pädagogische, psychologische und rechtliche Ausbildung der Lehrlingsausbilder/innen gibt. „In den Ausbildungsseminaren des bfi Wien lernen wir viele von ihnen kennen - begeisterte, fachlich kompetente, umgängliche Ausbilder/innen, die sich fragen: worauf sollte ich achten, wenn ich in der Ausbildung meiner Lehrlinge erfolgreich sein will? Was kann ich tun, um Lehrlinge zu unterstützen, die von der Schule enttäuscht, von den Eltern links liegengelassen, entmutigt oder rebellisch, nicht immer motiviert, mit Lücken in Deutsch, Mathematik oder Allgemeinbildung wie Mitglieder der „No Future“- Generation wirken,“ berichtet Kuhn.
Die Ausbilder/innen können Orientierung, Begleitung bei persönlichen und beruflichen Querelen, Feedback und Anerkennung geben, die Atmosphäre im Betrieb positiv beeinflussen, durch interkulturelle Kommunikation ausgleichen und Teambuilding fördern.
Neben der stattlich anerkannten Ausbildung (13.-17.12.2010, 17.-21.1.2011) bietet das bfi Wien auch ein monatliches Forum mit ausbildungsspezifischen Vorträgen für Ausbilder/innen (in Kooperation mit AK) und Weiterbildungsseminare zu gefragten Themen an (z.B. Konfliktmanagement, Jugend und Werte/14.12.2010 etc.).
Rückfragehinweis: Mag. Gabriele Masuch, bfi Wien, 1034, Alfred-Dallinger-Platz 1,
g.masuch@bfi-wien.or.at, www.bfi-wien.at

