Inhalt:
.Unsere neue Lehrwerkstätte Siemenshalle im 3. Bezirk wurde eröffnet
Investition in die Lehrlingsausbildung und die Ausbildungsgarantie funktionieren nur mit hochwertigen Ausbildungen. Das bfi Wien zeichnet sich dadurch als Vorreiter für die Facharbeiter/innenausbildung aus. Das ist eine Investition in die Zukunft, sowohl für die Jugendlichen als auch für die Gesellschaft und die Wirtschaft. Der Stellenwert der Lehrlinge muss in der Öffentlichkeit präsenter werden. In all diesen Punkten waren sich die Festredner/innen einig.
Vizebürgermeisterin Mag. Renate Brauner, Finanz- und Wirtschaftsstadträtin
„Die im Jugendpaket 2008 verankerte Ausbildungsgarantie für alle Jugendlichen durch die überbetriebliche Ausbildung ist ein Meilenstein in der österreichischen Arbeitsmarktpolitik. Einrichtungen wie die heute eröffnete Lehrwerkstätte des bfi Wien in der Göllnergasse und die hierauf Grundlage des Jugendpaket etablierten Standards sind ein ganz zentraler Ankerpunkt der Bemühungen, allen jungen Menschen eine optimalen Start ins Berufsleben zu ermöglichen“, unterstreicht Wirtschaftsstadträtin Brauner. „Diese Bemühungen unterstützt die Stadt Wien durch Fördermittel des waff, die in Wien überbetriebliche Ausbildungsplätze sichern.“
Brauner betont dabei die wichtige Rolle der Ausbildungsträger und des bfi Wien: „Das Berufsförderungsinstitut hat ab 1998 seinen Jugendausbildungsschwerpunkt konsequent ausgebaut und ist heute eine der zentralen Drehscheiben der überbetrieblichen Ausbildung in Wien. Ich möchte mich bei allen bedanken, die an diesem vorbildlichen Projekt in der Göllnergasse mitgearbeitet haben und wünsche allen beim bfi Wien in Ausbildung stehenden Jugendlichen für ihre Lehrzeit und natürlich auch den AusbilderInnen alles Gute.“
ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer
„Es ist mir eine besondere Freude, dass das Berufsförderungsinstitut mit dieser neuen Werkstätte einen weiteren Ausbildungsort für Jugendliche in Wien schafft.
Mit seiner 10-jährigen Erfahrung in der beruflichen Ausbildung von Jugendlichen ist das bfi auch ein Garant dafür, dass hier nicht nur junge Menschen beschäftigt sondern auch qualitativ gut ausgebildet werden.
Mit der Novelle des Berufsausbildungsgesetzes im Sommer dieses Jahres, die auf einen Vorschlag der Sozialpartner zurückzuführen ist, wurde der langjährige Wunsch des ÖGB und der AK umgesetzt, die überbetriebliche Lehrausbildung auch im Gesetz qualitativ besser zu stellen. Gerade Einrichtungen wie die des bfi zeigen uns, dass wir mit unserer Forderung richtig gelegen sind und durch diese gesetzlichen Änderungen einen hohen Qualitätsstandard dort wo er schon war, wie eben hier beim bfi, absichern und dort wo noch Nachholbedarf ist neu setzen.
Ich wünsche allen Jugendlichen eine gute, spannende und lehrreiche Ausbildungszeit. Nehmt das Angebot an, rüstet euch für euren weiteren Berufsweg und startet von hier in eine erfolgreiche Karriere.“
AK Präsident Herbert Tumpel
„Die neuen bfi–Lehrwerkstätten zur Ausbildung unserer Wiener Jugendlichen sind zur rechten Zeit eingerichtet worden. Auf Bundesebene haben sich alle Sozialpartner gemeinsam mit der Bundesregierung auf ein Jugendbeschäftigungspaket geeinigt, jetzt wird hier die vereinbarte neue Art der Jugendausbildung zügig umgesetzt“ – und hier in den Lehrwerkstätten des bfi von AK und ÖGB werde Ausbildung mit Qualität in Berufen angeboten, in denen Jugendliche gute Chancen haben, wie z.B. KFZ-Techniker/innen, Sanitär-Klimatechniker/innen, Elektrointallationstechniker/innen und Maschienenbautechniker/innen. Laut einer Untersuchung für die AK in Wien bleiben nach diesen Ausbildungen zu zwei Dritteln bis zu drei Vierteln in der Branche, für die sie ausgebildet wurden.
“Und gut ist hier in den bfi-Werkstätten nicht zuletzt, dass auch Mädchen in Berufen ausgebildet werden, in denen sie die Chance auf gute Arbeit mit gutem Verdienst haben.“
„Für diesen Herbst haben wir es geschafft, dass es in Wien ausreichend Plätze für alle Jugendliche gibt, die eine Ausbildung brauchen,“ sagt Tumpel, Zusätzlich zu 3.500 Ausbildungsplätzen, auf denen Wiener Jugendliche entweder eine begonnene Ausbildung in Lehrgängen fortsetzen oder neu in den neuen überbetrieblichen Lehrwerkstätten beginnen, wird es, wie ebenfalls zwischen Sozialpartnern und Regierung vereinbart, etwa Facharbeiter/innenintensivausbildungen für Jugendliche ab 17 geben, die ihre Ausbildung abgebrochen haben – oder Kurse für junge Hilfskräfte, die die außerordentliche Lehrabschlussprüfung machen wollen. Außerdem sind in Wien eigene Lehrstellenakquisiteure in den Betrieben unterwegs. Schließlich gibt es auch die neue Lehrstellenförderung für Lehrbetrieb, die Ausbildung mit Qualität anbieten, erinnert Tumpel.
Den Jugendlichen wünscht er viel Erfolg bei der Ausbildung – „die beste Investition in die Zukunft des und der Einzelnen und letztendlich auch die beste Investition in die Zukunft unserer Stadt und unseres Landes.“
Dr. Ingeborg Friehs, stellv. GF AMS Wien
AMS Wien zahlt 40 Mio. Euro pro Jahr für Auffangnetz. Lehrstellensituation hat sich leicht verbessert.
Auf dem Lehrlingssektor klaffen Stellenangebot und Nachfrage seitens der Jugendlichen noch immer stark auseinander. Um dies zu mildern, finanziert das Arbeitsmarktservice Wien seit zehn Jahren eine hohe Zahl an Lehrplätzen und ermöglicht damit eine vollwertige Berufsausbildung.
„In Wien wurden in den vergangenen Jahren regelmäßig mehr als 4.000 derartige Plätze finanziert“, erklärte Inge Friehs, anlässlich der Eröffnung der neuen bfi Wien-Werkstatt Göllnergasse. „Im Ausbildungsjahr 2007/2008 waren es 4.300 Stellen, heuer werden es aufgrund der günstigeren Arbeitsmarktlage etwa 3.500 sein.“
Die Kosten hierfür liegen bei mehr als 40 Mio. Euro pro Jahr. Das bfi Wien als Auftragnehmer des AMS Wien bildet traditionell einen großen Teil der Jugendlichen aus und stellte im Vorjahr knapp ein Viertel aller Plätze. Sie betonte die hervorragende Kooperation mit dem bfi Wien und dass die Ausbildungen erste Wahl und nicht zweite Wahl seien!
Trotzdem verzeichnet Wien seit einigen Jahren eine konstant hohe Lehrstellenlücke von durchschnittlich 1.200 bis 1.300 Lehrplätzen. Im Vorjahr betrug diese Lücke 1.277 Stellen,was um 64 weniger war als 2006.
„In den vergangenen Jahren hat sich die Situation der Arbeit suchenden Jugendlichen etwas entspannt“, kann Friehs vorsichtig entwarnen: Im Jahresdurchschnitt 2007 waren 9.400 Personenbis 25 Jahre arbeitslos gemeldet – um knapp 400 weniger als ein Jahr davor, wobei auch der Schulungsbestand gesunken ist. Ende August 2008 waren in dieser Gruppe 8.933 Personen arbeitslos gemeldet, um 36 weniger als ein Jahr davor.
Weitere Bilder
Rückfragehinweis:
Mag. Gabriele Masuch
bfi Wien, Alfred-Dallinger-Platz 1
Tel.: +43 1 811 78 / 10385
E-Mail: g.masuch@bfi-wien.or.at


