Inhalt:
.PRVA PRofi-Treff
am 16.9.2009 in der neuen bfi Wien Akademie für (angehende) Führungskräfte 1034 Wien, Alfred-Dallinger-Platz 1
Integrierte Kommunikation in der Praxis
Mittlerweile ist der Begriff Integrierte Kommunikation bekannt und wird auch immer mehr als ein wesentlicher Bestandteil der strategischen Unternehmenskommunikation gesehen. Interpretationen und tatsächliche Umsetzung in die Praxis fallen jedoch unterschiedlich aus. Wie können PR, Markenkommunikation, Vertrieb, interne Kommunikation, Marketing, Kampagnen etc. abgestimmt, verknüpft und gezielt eingesetzt werden? Eine Frage, die gerade jetzt in Zeiten der wirtschaftlichen Veränderungen, Sättigung der Märkte und des verstärkten Wettbewerbs umsetzungsfähige Antworten für wirkungsvolle Kommunikations-strategien erfordert!
Zwei Absolvent/innen des bfi Wien Lehrgangs Integrierte Kommunikation/Master of Arts präsentierten ihre Masterthesen: ausgehend von unterschiedlichen Aspekten (internationale Markenführung und interne Kommunikation) haben sie sich anhand von Fallstudien mit Theorie und Praxis der Integrierten Kommunikation beschäftigt inkl. der Schlussfolgerungen für ihre Unternehmen.
Die Moderation hat Feri Thierry, Politikberater, Lehrgangsleiter Integrierte Kommunikation / Schwerpunkt PR / Lobbying & Public Affairs übernommen. Er wies auf die hohen Qualitätsanforderungen an die wissenschaftlichen Arbeiten hin, die in die Praxis zurückfließen und deren Erkenntnisse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen.
1. Die Masterthesis von Mag. Wilhelm Frank, MA / Lenovo (Abschluss 2009): Internationale Markenführung – Chancen und Grenzen der Integrierten Kommunikation in der IT-Industrie (PC Konzern Lenovo im osteuropäischen Markt)
Frank sprach die aktuelle Wirtschaftskrise an, in der die Bedeutung von gut geplanter und sorgfältig implementierter Integrierter Markenkommunikation noch zunehmen wird, „denn widerspruchsfreie Kommunikation ist die Basis, um das Vertrauen der Konsumenten aufrecht erhalten bzw. zurückgewinnen zu können.“ Dementsprechend stellten sich entlang seiner Forschungsfragen die Besonderheiten und auch Probleme bei der Integrierten Kommunikation bei Lenovo heraus. Für die globale Markenführung steht die Frage nach dem optimalen Standardisierungs- und Zentralisierungsgrad stets im Vordergrund – bei Lenovo mit der primären Motivation, Kosten zu senken. Auf regionale Besonderheiten wird in der Kommunikation aktuell eher wenig Rücksicht genommen, Kampagnen werden mit einem hohen Standardisierungsgrad global implementiert. Lenovo verfolgt eine Dachmarkenstrategie, in der Markenkommunikation dominieren Business-to-Business Kommunikation, der Vertrieb und vertikales Marketing. Die Werbemaßnahmen zeichnen eine gute formale und inhaltliche Integration aus. Aber „Kampagnen und Werbestile werden zu häufig geändert, wodurch bei einer noch recht jungen Marke wie Lenovo die wichtigen Lerneffekte ausbleiben und die damit verbundene mögliche Erhöhung der Markenbekanntheit nur relativ langsam voranschreitet.
Nachholbedarf und Optimierungspotenzial besteht bei der Integration von PR und interner Kommunikation. Die Ergebnisse der Masterthesis werden nun schrittweise im Unternehmen behandelt – laut Frank ein Schritt in die richtige Richtung.
2. Die Masterthesis von Annika Spannraft, MA / Siemens (Abschluss 2008): Integrierte interne Kommunikation als strategisches Management-Instrument der Bereichsleitung zur Verbesserung der Mitarbeiterinformation (Siemens AG Österreich, Siemens IT Solutions and Services)
In ihrer Arbeit erhob sie Bekanntheitsgrad, Akzeptanz und Nutzung der Kommunikationsmaßnahmen im Rahmen einer Online-Umfrage. Diese sind unter anderem ein monatlicher Brief der Bereichsleitung, Online Chats, Intranet-News, Mitarbeiterzeitung, Newsletter sowie das jährliche Kick Off und andere Mitarbeiter-Events.
„Es zeigte sich, dass fast drei Viertel der Befragten die Kommunikationsaktivitäten von Siemens IT Solutions and Services kennen und schätzen. Daraus lässt sich schließen, dass keine Ablehnung wegen zu umfassender Kommunikation besteht, sondern die multimediale Kommunikation offensichtlich dazu führt, dass über die einzelnen Medien mehr Mitarbeiter/innen besser erreicht und die Botschaften verständlicher und besser vermittelt werden,“ erklärte Spannraft. Siebetonte: „Good PR begins at home“. Das bedeutet, dass interne Unternehmenskommunikation als Basis von PR-Konzepten gesehen wird bzw. gesehen werden sollte, „um ein Höchstmaß an Identifikation mit dem Unternehmen zu erreichen.“ Integrierte Kommunikation heißt dann in diesem Zusammenhang: „Bündelung und Vernetzung aller Kommunikationsaktivitäten und Abstimmungsprozesse innerhalb und zwischen den Abteilungen,“ erklärte Spannraft. Der Einsatz aller Medien sei dabei ausschlaggebend, um u.a. auch die Projekterfolge zu kommunizieren – mit dem Ziel der Motivation gerade in schwierigen Zeiten.
bfi Wien Akademie
Das bfi Wien zählt zu den führenden Anbietern der beruflichen Erwachsenenbildung. Über 40.000 Teilnehmer/innen pro Jahr nutzen das breite Angebot für ihre berufliche und persönliche Weiterentwicklung. Viele der Kund/innen entscheiden sich für Karrieren im Management. Daher werden die Premium-Lehrgänge in der neuen bfi Wien Akademie für (angehende) Führungskräfte zusammengefasst: Management- und Führungskompetenz, Women’s Success, Integrierte Kommunikation, BWL, Controlling, Internationales Produktmanagement, Expert in Logistics und Facility Management. Der Einstieg in das Masterprogramm Integrierte Kommunikation/Lehrgang universitären Charakters ist jeweils im Herbst möglich. Nach 2 Semestern schließt man als Akademische/r Kommunikationsmanager/in ab (Schwerpunkt PR / „PRVA-geprüft“ oder Schwerpunkt Angewandtes Marketing). Im aufbauenden Masterprogramm (2 Semester) erfolgt die Vertiefung für PR / Lobbying & Public Affairs oder Angewandtes Marketing & BWL, Abschluss. Master of Arts Integrierte Kommunikation. www.bfi-wienakademie.at
Rückfragehinweis:
Mag. Gabriele Masuch
bfi Wien, Alfred-Dallinger-Platz 1, 1034 Wien
Tel.: +43 1 811 78-10385
E-Mail: g.masuch@bfi-wien.or.at

