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bfi Wien: Kursteilnehmer/innen renovieren öffentliche Gebäude
Projektbesichtigung  „Learning by Doing“ in Kindergärten im 20.Bezirk

 

Bezirksvorsteher Hannes Derfler (Wien 20) besuchte am 22.9.2010 vier Kindergärten im 20. Bezirk, um sich über den Stand der notwendigen Renovierungsarbeiten zu informieren.  Mit dabei waren Robert Rapf, Teamleiter des bfi Wien Projekts „Learning by doing“, Frau Kampfmüller, MA 10, zuständig für wirtschaftliche Angelegenheiten und Frau Pelzl, pädagogische Leiterin für den 20. Bezirk/MA 10. Die “Begehung“ wurde im Kindergarten in der Hartlgasse gestartet, hier sind die Gruppenräume ausgemalt worden, in weiterer Folge wird der Bewegungsraum und die dazugehörigen Nebenräume saniert.
Im Kindergarten Dietmayergasse haben die Projektteilnehmer/innen folgende Arbeiten geleistet: Erneuerung der Elektro-Installation, sanitäre Adaptierungsarbeiten, Ausmalen der Gruppenräume, Lackieren der Fenster. Beim Kindergarten in der Pappenheimgasse kann man ebenfalls die professionellen Malerarbeiten in freundlichen Pastellfarben bewundern. Zuletzt besichtigt wurde der Kindergarten in der Vorgartenstrasse 35.

Seit Beginn des Projektes unterstützt die Bezirksvorstehung für den 20.Bezirk und die für die Wiener Kindergärten zuständige Magistratsabteilung 10 die sinnvollen und notwendigen Arbeiten, so dass den Kindern und den Betreuer/innen wieder eine positive und anregende Atmosphäre geboten werden kann. Viele der Renovierungsarbeiten könnten ohne Mitwirkung von Bezirksvorstehung und "Learning by Doing" nicht realisiert werden.
Ca. 40 Beschäftigungslose aus dem Bau- u. Baunebengewerbe und Quereinsteiger/innen können an den „Baustellen“ während 25 Wochen arbeiten und ihren Wissenstand bezüglich Material, ökologischen Standards und Sanierungsmethoden aktualisieren. Das bfi Wien agiert von 2 „Baubüros“ in Schulen aus (Leipzigerplatz und Vorgartenstr) Neben den Fachtrainer/innen begleitet ein Sozialpädagoge den oft schwierigen Einstieg in den Arbeitsalltag.

Im vergangenen Jahr fanden nahezu 50%  einen Job. Einige Teilnehmer/innen besuchen nach dem Projekt eine Ausbildung (z.B. Facharbeiter/innen-Intensivausbildung). Eine Teilnehmerin hat ihren Meister in .Sanitär-Installation gemacht und arbeitet jetzt als Trainerin beim bfi Wien.

Seit 1996 führt das Berufsförderungsinstitut Wien im Auftrag des AMS Wien die Schulung „Learning by Doing“ durch. Im Rahmen dieser Weiterbildung wirken langzeitarbeitslose (Fach-) Arbeiter/innen an der Gebäudesanierung von öffentlichen Institutionen, Schulen, Kindergärten und dem Amtsgebäude am Brigittaplatz mit. Ziel des vom bfi Wien durchgeführten Projekts ist die Ausbildung und Integration von langzeitbeschäftigungslosen Personen aus den Bereichen Bauhaupt- und Baunebengewerbe. Für die Kursteilnehmer/innen liegt der Nutzen im praktischen Lernen an realen Baustellen, wo sie von erfahrenen Professionisten in den Gewerken Trockenausbau, Installation, Elektroinstallation und Malerarbeiten angeleitet werden, sowie in der Vorbereitung auf die Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt.

Die Vorteile von „Learning by doing“ liegen nicht nur in der sehr praxisorientierten Form der Ausbildung am bestehenden Objekt sondern auch in der kostengünstigen Sanierung öffentlicher Einrichtungen. So steuern das Engagement des Bezirkvorstehers und die Arbeit der bfi Wien Kursteilnehmer/innen aus „Learning by Doing“ einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung öffentlicher Einrichtungen bei.

Rückfragehinweis: Mag. Gabriele Masuch, bfi Wien, 1034, Alfred-Dallinger-Platz 1, g.masuch@bfi-wien.or.at , 01/81178/10385, www.bfi-wien.at