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.Lese-Management
Auch Lesen will gelernt sein! Wenn Lesen Arbeit ist, sollte es auch wie Arbeit behandelt werden: Das heißt planvoll vorbereitet und mit klaren Zielen versehen!
Im Einzelnen hat effizientes Lesen als „Lese-Management“ folgende Angriffspunkte:
Strategie 1: Störquellen trockenlegen
Jede Bewegung lenkt die Augen beim Lesevorgang ab. Deshalb sollte alles aus dem Gesichtsfeld entfernt werden, was sich bewegt. Zuckende Schatten einer flackernden Kerze sind doppelt schlimm: Gute Leseleistung braucht gutes Leselicht; etwa 1000 Lux sind optimal. Auch das Drumherum muss gut ausgeleuchtet sein. Sonst schauen die Augen - ebenfalls ein störender Reflex - immer wieder nach, was aus dem Dunkeln kommen könnte. Starke Farbkontraste ziehen die Augen ebenso an und lenken sie vom Text ab.
Strategie 2: Neues sofort bearbeiten
Die goldene Regel des effizienten Lesens: Wenig sofort lesen ist besser als der beste Vorsatz, später viel zu lesen. Sammeln soll oft Lesen ersetzen - das dann gerne verschoben wird, aber nie passiert ... Die richtige Strategie: Neue Texte sofort lesesystematisch bearbeiten, gegebenenfalls bestimmte Stellen, also punktuell, lesen. Und dann weg damit.
Strategie 3: Zeit sparen beim gründlichen Lesen
Lesesystematisch arbeiten heißt auch: Nicht sofort loslesen! Wer das Lesen ganz schnell hinter sich bringen will, blockiert leicht das Verstehen. Also vorher darauf zu besinnen, welches Ergebnis erzielt werden soll. Das kann zu verschiedenen Arbeitsschritten führen - begonnen werden sollte mit jenen, die wenig Zeit kosten. Versehen Sie während des Lesens den Text mit Randmarkierungen oder unterstreichen Sie Wichtiges. Markieren Sie aber so wenig wie möglich. Verbinden Sie das, was Sie lesen, mit dem, was Sie bereits wissen. Fassen Sie in eigenen Worten oder in einer Grafik das Wichtigste zusammen. Machen Sie sich bei schwierigen Zusammenhängen ein Bild von dem Gelesenen. Wenn Sie etwas gründlich verstehen wollen, nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen. Lesen Sie je nach Schwierigkeit und Wichtigkeit entweder schnell oder langsam und gründlich.
Strategie 4: Das Lesen pflegen
Wer sich beim Lesen antreibt, braucht schneller eine Pause - und liest hastig. Er überliest manches, sein Lesen wird unsicher - sogar eine „Lesestörung“ kann man sich einhandeln. Es gibt ein Mittel dagegen: „Lesemechanik“ pflegen.
Das Trainingsprogramm: Möglichst täglich, jeweils zehn Minuten, sich oder anderen etwas vorlesen - dabei gut artikulieren und versuchen, die richtige Satzmelodie zu treffen.
Strategie 5: Lesetempo beschleunigen
Langsam laut lesen lässt das leise Lesen auch schneller werden! Ebenfalls ohne aufwändiges Training lässt sich das durchschnittliche Lesetempo (240 Wörter pro Minute) bis auf das Vierfache steigern.

